Unsere heutige Montagsgeschichte kommt von Tina. Danke für das Vertrauen, dass du deine Geschichte mit uns teilst!

Hallo, ich heiße Tina, bin 45 Jahre jung, Mama von drei wundervollen Kindern, und wohne in Collinghorst.

Im Oktober 2024 habe ich die Diagnose Brustkrebs erhalten.
Ich habe damals von einem Tag auf den anderen einen vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle nähe Brustwand ertasten. In der Brust direkt habe ich nichts getastet.
Beim Ultraschall in der Gynäkologischen Praxis konnte ich, als gelernte MFA, die Misere selber auf dem Monitor erkennen. Ein ganz kleiner Tumor in der Brust. Der vergrößerte Lymphknoten war eine Metastase.
Dann ging alles ganz schnell: Mammographie, Stanze, CT, Knochenszintigramm, Herz-Echo und Portimplantation.

Am Tag der Port OP habe ich eine Mitpatientin kennengelernt, meine Chemo-Liebe Meike.
Wir haben die Chemos zusammen durchgestanden, und uns gegenseitig unterstützt.
Ich habe Flugkraft immer verfolgt und bin begeistert, was das Team auf die Beine stellt. Bevor ich meine erste Chemo bekommen habe, habe ich mich bei Flugkraft gemeldet.
Anne hat für meine Kinder und für mich ein ganz tolles Kraftpaket gepackt. ich war total überwältigt. Meine Chemo-Tasse benutze ich immer noch gerne.

Am 19.11.24 bekam ich meine erste Chemo (16 x Arschtritt für den Krebs) und am 04.04. meine letzte Chemo. Da ich immer gute Blutwerte hatte, konnte ich die Chemos ohne Pausen durchziehen.
Vor der zweiten Chemo hat meine beste Freundin mir die Haare abrasiert. Das war heftig, es wurde sichtbar.
Meine Kinder waren in der Zeit der Therapie so stark. Ich bin unfassbar stolz auf meine Drei.
Unseren ganz normalen Tagesablauf habe ich immer beibehalten, genauso wie der Spiel- und Übernachtungsbesuch der Kinder.
Ich war beziehungsweise bin immer sehr positiv. Und auch offen mit der Erkrankung.

Der olle Krebs hat direkt eine Kampfansage von mir bekommen …MIT MIR NICHT – du hast dir die Falsche ausgesucht!

Seit Anfang Januar 2025 bin ich regelmäßig beim Achtsamkeitscafe dabei. Dort habe ich ganz tolle Frauen kennengelernt. Daraus wurden tolle Freundschaften.
Nach der OP im Mai 2025 ging es für mich und meine drei Kinder nach Neuharlingersiel. Eine Familienauszeit von Flugkraft organisiert. Die Kutterfahrt mit dem Schiffskutter war sooo schön.
Dann im August 2025 durfte ich an einem Schmink- und Fotoworkshop teilnehmen.
Ende August 2025 begann die Bestrahlungenserie. 16 x / 5 Tage die Woche.
Die Chemos und die Bestrahlungen habe ich relativ gut vertragen. Natürlich gibt es Nebenwirkungen. Aber die nehme ich in Kauf, denn der Krebs ist weg.
Voller Stolz auf mich selber, dass ich dem Krebs so richtig in den Hintern getreten habe, konnte ich wieder mit einigen Mädels zum Muddy Angel Run nach Hamburg fahren. Das war mein vierter Lauf.
Durch das Ziel gelaufen, zusammen mit meiner allerbesten Freundin, liefen auch die Tränen. Da habe ich erstmal realisiert, was ich alles überstanden und gemeistert habe. Ein Jahr lang Therapien. Dazu noch etliche Punktionen und Wundspülungen nach der OP, weil sich ein Abszess gebildet hatte.
Nun ist schon das Jahr 2026. Ich bin seit 7 Monaten krebsfrei. Seitdem 06.01.26 arbeite ich wieder, und die Arbeit tut mir gut.
Ich bin stolz auf mich!
Und kann nur sagen: Ey, du oller Krebs, du hast dir die Falsche ausgesucht!

Ganz viele Grüße
Tina

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