Musical Besuch

Musical Besuch

Heute haben wir eine weitere Geschichte einer Helden-Kämpferin und ihrer Lieben, die auch bereits eine Weile zur großen Flugkraft-Familie gehören.

Die liebe Sabine hat von uns Musical-Tickets bekommen, um damit ihrer Tochter Danke sagen zu können, die während der ganzen Zeit der Erkrankung ihrer Mama viel aushalten musste.

Sabine hatte die Sorge, dass ihrer Geschichte vielleicht ein wenig zu lang für Facebook ist. Wir haben sie trotzdem nicht gekürzt, und ihr könnt sie hier lesen:

Hallo,

ich heiße Sabine und bin 53 Jahre alt. Ich bin in zweiter Ehe glücklich verheiratet und zusammen haben wir eine Tochter. Ich habe drei Jungs aus erster Ehe mitgebracht und drei Bonuskinder geschenkt bekommen.

Im Mai 2019 bekam ich meine Brustkrebsdiagnose. Und ich bin eine derjenigen, die auch gleich die Metastasen mitgenommen hat. Es ist ein hormoneller Brustkrebs und ich bekam zur Therapie Tamoxifen und Ibrance. Damit konnten wir den Tumor lange ruhig halten.

Von Beginn an habe ich die Brust mit Pflaster bekleben müssen da sie auf war. Diese Wunden gingen nie zu. Folge dessen durfte ich auch nie schwimmen gehen. Aber genau das war meine Lieblingsbeschäftigung vor dem Krebs.

Letztes Jahr waren wir in Urlaub und haben einen Abstecher an die Nordsee gemacht. Dort habe ich unserer Tochter (14) versprochen das wir im nächsten Jahr zusammen in der Nordsee schwimmen. Wieder daheim war mein erster Weg zum Onkologen. Ich erklärte ihm, dass er nun 9 Monate Zeit habe um dafür Sorge zu tragen dass die Brust abheilt damit ich mein Versprechen einhalten kann.

So nahm das Unheil seinen Lauf. Zuerst musste ich mir, als ich zur Abklärung im Krankenhaus war, vom Oberarzt anhören, das ist medizinisch nicht notwendig (diesen Satz hörte ich in Regelmäßigkeit in den zwei Jahren) und: uns Ärzten ist ihre Brust eh sch….egal, die ist eh verloren….. dennoch hat der Chefarzt später gesagt wir nehmen die Brust ab. Dafür habe ich nun zwei Jahre kämpfen müssen!

Im November folgte die OP, mir ging es gut, alles war super. Selbst die Narbe war wunderschön gewesen. Anfang Dezember wurde ich entlassen und drei Tage später wies mich die Frauenärztin mit Verdacht auf eine Sepsis wieder ein ins Krankenhaus. Das war am Nikolaus. Unsere Tochter hatte am nächsten Tag ihre erste Prüfung und ich war weg. Im Krankenhaus hat man die Sepsis nicht ernst genommen. Mir ging es jeden Tag schlechter und am 09. Dezember bekam mein Mann morgens auf der Arbeit den Anruf, wenn er mich noch lebend sehen will soll er mit der Tochter sofort kommen. Bis die beiden zwei Stunden später kamen, war ich schon zweimal notoperiert. Ich lag im diabetischen Koma, komplettes Leber- und Nierenversagen, Körpertemperatur unter 36 Grad, Magen und Darm haben aufgehört zu arbeiten. Ich habe drei Tage gekämpft. Ich weiß von dem allen nichts. Unsere Tochter hat während sie und mein Mann am Bett saßen, kurze Videos gemacht. Das sie ohnmächtig wurde und dem Arzt in die Arme gefallen ist, weiß ich nur aus Erzählungen.

Nach drei Tagen war ich wieder da zumindest halbwegs, denn am Tag 5 kam ich wieder auf Station. Als ich hochgefahren wurde, standen die Ärzte und das Pflegeteam auf dem Flur und haben geklatscht und sich gefreut. Keiner hat daran geglaubt, dass sie mich noch einmal sehen. Im Januar wurde ich entlassen.

Seit Januar habe ich neue Tumore neben den Narben. Ich durfte bis Februar kein Ibrance nehmen. Die Geschichte hat dazu geführt, dass ich bis auf die Frauenärztin alle Ärzte gewechselt habe. Nun bin ich bei einer Onkologin die in der kurzen Zeit sehr viel gemacht hat. Mein Fall kam doch in die Tumorkonferenz, es gab die Mitteilung, dass man sehr wohl bestrahlen kann. Seit Februar nehme ich wieder das Ibrance, im Mai habe ich das nächste CT und danach wird entschieden ab wann bestrahlt wird oder ob die Tumore den Rückzug angetreten haben.

Seit meiner Diagnose stehe ich mit Flugkraft in Kontakt. Und oftmals wart ihr einfach eine großartige Unterstützung, Hilfe und Seelentröster. Alleine eure (Flug)Kraftpakete sind eine Wucht.

Dieses Jahr wurde uns ein Wunsch erfüllt, den wir wahrscheinlich so schnell nicht aus eigener Kraft hätten umsetzen können. Unsere Tochter hatte den Wunsch in Hamburg das Musical Die Eiskönigin zu besuchen. Mein Mann und ich wollten uns damit bei ihr bedanken, weil sie von November bis Januar so viel alleine stemmen musste. Flugkraft hat uns die Karten geschenkt und somit sind wir Ende März in Hamburg gelandet. Wir hatten zwei wunderschöne Tage, das Musical war so so schön gewesen. Mir hat am besten Olaf gefallen. Einfach die Art wie er umgesetzt wurde… Ich war schockverliebt.

Leider haben wir nicht alles gesehen was wir wollten, deshalb fahren wir in Sommer noch einmal nach Hamburg. Dieses Mal kommt der Michel und die Elphi dran!

Liebe Grüße Sabine

Von Herzen Grüße von uns an die ganze Familie, und wir freuen uns auf den Bericht zu eurem nächsten Hamburg-Besuch!

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