Nitendo für Julian

Nitendo für Julian

Diese Geschichte handelt von einer 5 köpfigen Familie. Alles in allem perfekt, wenn der Krebs ihnen nicht den Großen klauen wollen würde 1f614?
Julian hat über Wochen unter Antriebslosigkeit gelitten. Etliche Untersuchungen hatten nichts ergeben. Sie waren kurz vor der Überweisung beim Kardiologen. Da bekam Julian seine ersten neurologischen Aussetzer. Er schrie, bekam Herzrasen und konnte nicht mehr sprechen. Mit dem Rettungswagen und Papa fuhr er ins Krankenhaus. Der Papa arbeitet dort beim Rettungsdienst. Es wurden einige Dinge vermutet, aber all das war es nicht. Samstag ging es in die Klinik für 2 Wochen später war erst ein MRT angedacht. Montag dann EEG und Ultraschall vom Herzen alles verlangsamter. Darauf Dienstag MRT. 2 Stunden später sind sie nach Berlin verlegt worden und von dem Augenblick war alles anders. In Julians Kopf ein Babybell großer Tumor (Sitz im Kleinhirn). Da es Julian gut ging und er keine Ausfallerscheinungen hatte, wurde am nächsten Tag die fast 8,5 Stunden OP geplant. Die Eltern haben sich dann in der Klinik abgewechselt, damit einer immer bei Julian ist und einer bei den anderen beiden. Gott sei Dank hält die Familie zusammen und unterstützt sich gegenseitig. Julian musste neu Laufen lernen. Er hat eine rechtseitige Teil Parese, Gleichgewichtsstörungen und sieht Doppelbilder. Dann kam die Bestrahlung, danach der Port und dann die Chemo. Die erste Chemo war der Horror. Er nahm über 20 % seines Körpergewicht ab. 4 Wochen dauernde Bauchschmerzen. In einer Woche 5 Einläufe. Er bekam dann Dronabinol. Was alles erträglich gemacht hat und ihn vor einer Magensonde bewahrt. Er musste zwischendurch mit Fieber ins Krankenhaus und brauchte viel Blut und Thrombozyten die Therapie über. Es war eine schwere, kräftezehrende Zeit. Und mittendrin die beiden anderen, denen die Eltern nie gerecht wurden. Mit fast 3 Monaten Verspätung, ist Julian im Sommer fertig geworden. Die Familie hat eine große „geschafft“ Party gefeiert und sind im September zur Familien Reha nach Tannheim gefahren. Die wirklich toll war. Vor ein paar Wochen das erste Kontroll MRT.
In der Großhirnrinde ein 1,2cm großes etwas, das sofort raus operiert wurde. Auch 2 kleinere Stellen sind zu sehen die noch zu klein für eine OP sind. Geht der Horror von vorne los? Ja, der Krebs ist zurück 1f631?Noch vor Weihnachten ist Julian mit einer Kombination aus Antikörpern (immuntherapie) und einer Chemo gestartet. Die Therapie ist angedacht für 1 Jahr. Die Hoffnung ist den Wachstum einzudämmen bzw die Zellen abzutöten. Das Ende ist offen. Erstmal geht es darum Julian lange Zeit zu verschaffen. Zeit zum Leben, Zeit wo es ihm gut geht. Immer mit der Hoffnung auf mehr… Aufgeben gibt es für die Familie nicht.Trotzdem haben die Eltern große Angst und machen sich Sorgen, wieviel sie ihrem Jungen zumuten können.Denn eins ist klar, wenn sie keine Hoffnung haben und Julian sich aufgibt, dann haben sie verloren. Doch das steht derzeit nicht zur Debatte. Julian will Leben und wird kämpfen. Julian ist ein großer Fan vom Club der roten Bänder und hat alle Staffeln verfolgt und konnte Kraft daraus ziehen! Nun ist er im Club der weißen Bänder bei Flugkraft und hat sich einen coolen Nitendo gewünscht, der ihn durch die schwere Zeit nächstes Jahr bringen soll! Julian hat die Bestrahlung jetzt hinter sich und ist jetzt wieder in Chemo Behandlung. Mit Bauchschmerzen und Erbrechen, was aber mit Medikamenten behandelt wird und es ihm gut geht. Bis zum 4.1 haben sie erstmal Ruhe, bevor die Chemo weiter geht . Das heißt, sie können Weihnachten in vollen Zügen genießen. Nächstes Jahr geht der Horror dann weiter. Anfang Januar ist sofort das erste MRT und die nächste Therapie beginnt. Sie starten das neue Jahr mit viel Angst und Hoffnung

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